Osteopathie
Die Osteopathie ist ebenfalls eine Form der manuellen Medizin. Eine ganzheitliche Sichtweise auf die Entstehung von funktionellen Störungen ist ihre wichtigste Eigenschaft.
150 Jahre Osteopathiegeschichte erbrachten viele neue Therapieansätze, ein besseres Verständnis für unseren Körper und die Entstehung von Fehlfunktionen und Krankheiten.
Die Osteopathie ist für einen ausgebildeten Physiotherapeuten nur in Form eines berufsbegleitenden, fünfjährigen Studiums an einer international anerkannten Universität erlernbar. (www.iao.be)
Ein Osteopath untersucht nicht nur Gelenke und Muskulatur, sondern auch Organe, Bindegewebe, Nerven, Gefäße sowie das kraniale System eines Patienten.
Atemfunktionen, Verdauungsmechanik, Durchblutung und Lymphbewegung beispielsweise, können positiv beeinflusst und somit die Selbstregulationen im Körper unterstützt werden.
Ein Beispiel:
Macht ein Patient eine Seitenneigung nach rechts, werden auf der rechten Körperseite seine Organe komprimiert, auf der linken Seite gedehnt. Auf beiden Seiten kommt es zu vielen Bewegungen in unterschiedlichen Gewebebereichen. Liegt nun am Organ oder im Bindegewebe eine Fixation in Form einer Verwachsung, Vernarbung oder erhöhten Spannung vor, wird es dadurch zu einer Veränderung der Seitenneigungsbewegung im Bereich der Wirbelsäule kommen. Dort treten dann auch zuerst die Beschwerden auf.